Bei übermäßigem Schwitzen unter den Achseln spricht man von einer Hyperhidrose. Dieses weit verbreitete Problem ist für die Betroffenen sehr unangenehm. Bei der sogenannten sekundären Hyperhidrose sind verschiedene Grunderkrankungen für die vermehrte Schweißneigung verantwortlich. Um hier Abhilfe zu schaffen muss zunächst die entsprechende Grunderkrankung behandelt werden. Bei der primären Hyperhidrose werden keine weiteren Erkrankungen als Ursache für die vermehrte Schweißneigung gefunden. In diesen Fällen lassen sich mit der sogenannten Schweißdrüsensaugkürretage sehr gute Ergebnisse erzielen. Bei diesem minimal-invasiven Operationsverfahren werden mit Hilfe einer speziellen Kanüle Schweißdrüsen aus den tiefen Hautschichten herausgelöst und anschließend Abgesaugt. Als Folge der Operation wird eine Normalisierung des Schwitzens erreicht. Die Schweißdrüsensaugkürettage kann nur bei Hyperhidrose unter den Achseln erfolgen.
Eine Alternative zu operativen Verfahren stellt die Unterspritzung des betroffenen Gebietes mit Botolinumtoxin A dar. Das Verfahren ist ausgesprochen effektiv und kann ebenfalls bei Hyperhidrose im Bereich der Hände und Füße angewendet werden. Im Gegensatz zur Schweißdrüsensaugkürettage ist der Effekt jedoch zeitlich auf einige Monate begrenzt und muss dann wiederholt werden.
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Ihr
Dr. med. Henning Becker
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
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